Stell dir folgende Situation vor:
Du behandelst einen kritisch kranken Patienten, der seinen Willen nicht mehr äußern kann. Es dauert nur ein paar Minuten, und du hast digitalen Zugang zu seiner aktuellen Patientenverfügung. Die Verfügung ist ausführlich, differenziert und medizinisch präzise formuliert. Du weißt genau, wie der Patientenwille bezüglich der Behandlung lautet. Die Angehörigen und der Hausarzt des Patienten sind über die Patientenverfügung informiert und unterstützen dich in der Umsetzung. 

Klingt wie im Märchen? 

Stimmt. Die Realität schaut nämlich eher so aus: 

  • Dein Patient hat überhaupt keine Patientenverfügung
  • Selbst wenn er eine Patientenverfügung hat, ist sie in der Akutsituation nicht greifbar
  • Wenn du die Verfügung dann endlich in den Händen hast, stellst du fest: Die Unterlagen viele Jahre alt und wurde nie aktualisiert. Außerdem ist sie so unpräzise, dass sie faktisch nutzlos ist. 

Das ist für alle Beteiligten überaus frustrierend und endet meist damit, dass eben doch maximale Maßnahmen durchgezogen werden und der Patientenwille keine Berücksichtigung findet. 

Aber muss das so sein?

Warum gibt es eigentlich keine Patientenverfügung in Modern und Gut – wie in unserem kleinen Märchen?

Das dachten sich die Gründer von Patientenverfügung.digital auch – und haben es einfach mal gemacht. 

Durch langjährige Berufserfahrung im Rettungsdienst entstand die Motivation, das Thema Patientenverfügung einmal gründlich zu entstauben, in die Mitte der Gesellschaft zu rücken und die bekannten Stolpersteine endgültig auszuräumen.

Die Vision: Jede und Jeder soll schnell und einfach und ohne Fachkenntnisse eine wirksame Patientenverfügung erstellen können, die in der Akutsituation schnell greifbar ist. 

Und das ist wirklich gut gelungen. Die Erstellung einer Patientenverfügung über Patientenverfügung.digital ist nämlich ganz einfach: Ein ausführliches Online-Interview fragt die Wünsche des Erstellenden im Detail ab. Die Sprache ist einfach und gut verständlich. Medizinische Fachbegriffe werden in kurzen Videos erklärt. Besonders cool: Die Erklär-Videos vermitteln auch ein sehr realistisches Bild vom intensivmedizinischen Behandlungsalltag, was wiederum die Beantwortung der Fragen erleichtert. 

Nach der Erstellung muss die Patientenverfügung einmal unterschrieben werden. Dann ist sie online gespeichert, und der Erstellende erhält einen QR-Code als Signalaufkleber. Dieser Code kann zum Beispiel auf die Versichertenkarte geklebt werden. So erhalten Ärztinnen und Ärzte im Rettungsdienst und in der Klinik schnell und einfach Zugriff auf die Patientenverfügung. Wird die Patientenverfügung über den Code abgerufen, werden alle eingerichteten Notfallkontakte (das können Angehörige, Freunde oder der Hausarzt sein) via SMS und Email informiert. 

Patientenverfügung.digital: Der Abruf-Code auf der Versichertenkarte

Wer eine Verfügung bei Patientenverfügung.digital eingerichtet hat, wird in regelmäßigen Abständen daran erinnert, sie zu aktualisieren. 

Aber damit nicht genug: Auf Patientenverfügung.digital kann man auch eine Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Bestattungsverfügung und sogar ein Testament erstellen. 

Der ganze Service für die Patientenverfügung ist dabei kostenlos. Patientenverfügung.digital finanziert sich über freiwillige Spenden. Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Bestattungsverfügung und Testament können im Abomodell dazu gebucht werden. 

Seit der Gründung im Jahr 2019 wurden bereits über 5.000 Verfügungen erstellt. Falls du dich noch nicht um deine Patientenverfügung gekümmert hast: Heute ist der perfekte Tag dafür!

Patientenverfügung.digital

Hilf mit, das Projekt zu Verbreiten und erzähle deinen Kolleginnen, Kollegen, Patientinnen und Patienten davon. Damit eine moderne, gute Patientenverfügung kein Märchen bleiben muss. 

Herzliche Grüße,

Frau Sandmann